Türkisblaues Wasser, versteckte Buchten und weiß getünchte Häuser, die sich an Felshänge schmiegen — die Türkische Riviera sieht aus wie aus einer Filmszene und verzaubert sonnenhungrige Urlauber nicht ohne Grund. Sie erstreckt sich über Hunderte von Kilometern, von Antalya im Osten bis Fethiye im Westen, und bietet eine der abwechslungsreichsten Küstenrouten des Mittelmeers.
In diesem Guide zeigen wir dir, wie du dein Küsten-Hopping an der Türkischen Riviera planst, welche Stopps sich wirklich lohnen und wie du deinen Türkei-Roadtrip praktisch und stressfrei planst. Bleibt nur noch, dich durch die besten Flugangebote von Corendon Airlines zu klicken, deinen Flug zu buchen und dich auf dein nächstes Abenteuer zu freuen.
Was ist die Türkische Riviera? Lykische Küste und Riviera im Überblick
Viele verwechseln die Begriffe oder nutzen sie synonym — und das ist gar nicht so falsch. Die Türkische Riviera bezeichnet grob die Küstenregion zwischen Antalya und Fethiye, während die Lykische Küste den südwestlichen Abschnitt meint, der historisch zum antiken Lykien gehörte. In der Praxis überschneiden sich die beiden Regionen stark.
Was sie verbindet: dramatische Felsklippen, kristallklares Wasser, kleine Fischerdörfer und eine dichte Schicht antiker Geschichte direkt unter deinen Füßen. Wer eine Rundreise entlang der Lykischen Küste plant, bekommt genau das — inklusive Stränden, die man auf keiner Postkarte findet.
Die beste Route für dein Küsten-Hopping: Von Antalya nach Fethiye
Die klassische Antalya Fethiye Route führt dich über rund 400 Kilometer entlang der Küste. Gefahren wird sie am besten von Ost nach West — so hast du das Meer auf der rechten Seite und die Aussichten direkt vor dir. Plane mindestens 7 bis 10 Tage ein, wenn du die Route in Ruhe genießen willst.
Antalya – das Tor zur Riviera
Die Reise beginnt in Antalya. Die Stadt ist weit mehr als ein Flughafen-Transitpunkt: Ihre Altstadt Kaleiçi ist ein Labyrinth aus osmanischen Gassen, römischen Ruinen und schönen kleinen Restaurants. Nimm dir einen halben Tag Zeit, bevor du weiter entlang der Küste aufbrichst.
Kekova und Demre – Ruinen, Geschichte und türkisblaues Wasser
Kekova gehört zu den beeindruckendsten Spots der gesamten Türkei. Eine versunkene antike Stadt liegt teilweise unter der Wasseroberfläche — du kannst sie vom Boot aus sehen oder beim Schnorcheln erkunden. Direkt nebenan liegt Demre, bekannt für die Kirche des Heiligen Nikolaus und die antike Stätte Myra mit ihren gut erhaltenen Felsgräbern. Ein Stop für alle, die Küste und Kultur miteinander verbinden wollen.
Kaş – kleines Städtchen, großer Charme
Kaş ist einer dieser Orte, an denen man eigentlich nur eine Nacht einplant und dann drei Tage bleibt. Das kleine Städtchen hat eine entspannte Atmosphäre, gute Tauchspots direkt vor der Küste und eine lebhafte Altstadt mit kleinen Boutiquen und Cafés. Für unabhängige Reisende ist Kaş einer der besten Geheimtipps der gesamten Lykischen Küste.
Kaputaş und Kalkan – einer der schönsten Küstenabschnitte der Türkei
Zwischen Kaş und Kalkan liegt der Kaputaş Strand — eine der meistfotografierten Buchten der gesamten Türkei, und das aus gutem Grund. Steile Klippen, feiner Sand, unglaublich blaues Wasser. Direkt daneben liegt Kalkan, ein elegantes Küstenstädtchen mit weißen Häusern und Dachterrassen-Restaurants mit Meerblick.
Patara – endloser Strand und antike Hafenstadt
Der Patara Strand ist mit 18 Kilometern einer der längsten natürlichen Strände der Türkei — und gleichzeitig Naturschutzgebiet, weshalb er sich seine ursprüngliche Wildheit bewahrt hat. Unmittelbar dahinter liegen die antiken Überreste der Stadt Patara, einst ein bedeutender Hafen der Lykier. Geschichte trifft Natur, ohne dass man wählen müsste.
Ölüdeniz und Fethiye – Blaue Lagune und 12-Inseln-Tour
Das Finale der Route gehört zu den bekanntesten Reisezielen der gesamten Türkischen Riviera. Der Ölüdeniz Strand mit seiner türkisgrünen Lagune ist eines der meistgesuchten Ziele unter deutschsprachigen Reisenden — und live ist er noch schöner als auf Bildern. Fethiye selbst bietet als letzten Höhepunkt die 12-Inseln-Tour: ein ganzer Tag auf dem Boot, vorbei an einsamen Buchten und kleinen Inseln. Ein perfekter Abschluss.
Türkische Riviera per Mietwagen: Planung, Logistik und Tipps
Ein Mietwagen an der Türkischen Riviera ist die flexibelste Art, die Küste zu erkunden. Du entscheidest selbst, wann du aufbrichst, wie lange du bleibst und ob du spontan abbiegst, wenn du eine schöne Bucht siehst.
Ein paar praktische Punkte, die du vorab klären solltest:
- Abholen in Antalya, abgeben in Fethiye: Viele Anbieter erlauben One-Way-Mieten. Kläre das beim Buchen — Einweggebühren variieren stark.
- Straßenverhältnisse: Die Küstenstraße (D400) ist gut ausgebaut, aber kurvenreich. Plane mehr Zeit ein als Google Maps vorschlägt.
- Kleines Auto reicht: Die Straßen in den Ortskernen sind oft eng. Ein Kleinwagen ist einfacher zu parken und günstiger in der Miete.
- Internationale Kreditkarte mitbringen: Für die Kaution wird fast immer eine Kreditkarte verlangt.
Die Mietwagenpreise variieren je nach Saison und Anbieter. In der Nebensaison (April/Mai oder Oktober) kannst du oft deutlich günstiger buchen als im Hochsommer.
Blaue Reise: Die Küste per Gulet erkunden
Wer lieber das Wasser unter sich spürt als den Asphalt, findet in der Blauen Reise (Mavi Yolculuk) eine wunderbare Alternative. Traditionelle Holzsegelboote — sogenannte Gulets — nehmen dich mit auf mehrtägige Touren entlang der Buchten zwischen Fethiye und Antalya.
Die Route wird dabei oft umgekehrt gefahren: von Fethiye nach Antalya. Du schläfst auf dem Boot, schwimmst in abgelegenen Buchten, die per Auto nicht erreichbar sind, und isst frischen Fisch direkt am Wasser. Für alle, die das Meer wirklich hautnah erleben wollen, ist die Blaue Reise eine der schönsten Möglichkeiten, die Türkische Riviera kennenzulernen.
Der Lykische Weg: Küsten-Hopping zu Fuß
Der Lykische Weg ist einer der bekanntesten Fernwanderwege der Welt — und er führt exakt durch die Region, um die es in diesem Guide geht. Rund 540 Kilometer lang, verläuft er von Fethiye bis nach Antalya entlang der Küste, durch antike Stätten, Bergdörfer und wilde Buchten.
Du musst ihn nicht komplett laufen. Viele Reisende kombinieren kurze Etappen des Lykischen Wegs mit der Fahrt per Mietwagen oder Bulli — das gibt dem Roadtrip eine sportlichere Note und bringt dich an Orte, die sonst niemand erreicht.
Wann ist die beste Reisezeit für die Türkische Riviera?
Das hängt davon ab, was du suchst. Hier ein schneller Überblick:
- April bis Juni: Ideal. Angenehme Temperaturen (20–28 °C), wenig Touristen, üppig grüne Landschaft. Perfekt für Wandern und Sightseeing.
- Juli und August: Hochsaison. Heiß (bis 40 °C), volle Strände, höhere Preise. Gut für Strandurlaub, weniger ideal für ausgedehnte Ausflüge.
- September und Oktober: Geheimtipp. Noch warmes Wasser, deutlich weniger Trubel, angenehme Temperaturen. Sehr empfehlenswert für ein Küsten-Hopping.
- November bis März: Ruhig, günstig, aber viele Orte haben geschlossen. Nur für sehr flexible Reisende geeignet.
Häufig gestellte Fragen
Welche Route empfiehlt sich für ein Küsten-Hopping an der Türkischen Riviera?
Die klassische Route führt von Antalya nach Fethiye entlang der D400 Küstenstraße. Die wichtigsten Stopps sind Kekova, Demre, Kaş, Kaputaş, Kalkan, Patara und Ölüdeniz. Die Strecke ist in 7 bis 10 Tagen gut zu bewältigen.
Wie viele Tage braucht man für ein Küsten-Hopping von Antalya nach Fethiye?
Mindestens 7 Tage, wenn du die wichtigsten Stopps sehen willst. Mit 10 bis 14 Tagen hast du genug Zeit, um auch spontan innezuhalten und Orte wirklich zu erleben — statt nur abzuhaken.
Du startest deine Hopping-Tour in Antalya und möchtest die Perle der Türkischen Riviera ausgiebig erkunden? Dann lies dir unbedingt unseren Artikel „Sonne, Sand und Meer: Die schönsten Strände in Antalya“ durch.
Braucht man einen Mietwagen für die Türkische Riviera?
Ein Mietwagen ist die flexibelste Option, besonders für abgelegene Strände wie Kaputaş oder Patara. Es gibt auch Busse und Dolmuşe (Sammeltaxis), aber die sind langsamer und unregelmäßiger. Wer maximale Freiheit will, fährt mit dem Mietwagen.
Was ist der Unterschied zwischen der Türkischen Riviera und der Lykischen Küste?
Die Türkische Riviera ist der Oberbegriff für die Küstenregion von Antalya bis Fethiye. Die Lykische Küste bezeichnet den südwestlichen Abschnitt dieser Region, der historisch zum antiken Lykien gehörte. Im Reisealltag werden beide Begriffe oft synonym verwendet.
Was sind die schönsten Buchten zwischen Antalya und Fethiye?
Kaputaş, die Blaue Lagune in Ölüdeniz und die versteckten Buchten rund um Kekova gehören zu den schönsten. Viele der wirklich abgelegenen Buchten erreicht man nur per Boot oder zu Fuß über den Lykischen Weg.
Ist die Blaue Reise eine Alternative zum Küsten-Hopping per Mietwagen?
Ja, und sie bietet etwas, das der Mietwagen nicht kann: Zugang zu Buchten, die von der Straße aus nicht erreichbar sind. Eine Gulet-Tour dauert meist 4 bis 8 Tage und eignet sich gut als Ergänzung zu oder Ersatz für den klassischen Roadtrip.
Wann ist die beste Reisezeit für ein Küsten-Hopping an der Türkischen Riviera?
April bis Juni und September bis Oktober sind ideal — weniger Touristen, angenehme Temperaturen, günstigere Preise. Juli und August sind die heißesten und vollsten Monate, aber trotzdem schön, wenn du hauptsächlich am Strand entspannen willst.




